Hansi Heldenschwein und der Igel im Schnee

Vorlesegeschichte Nr. 4

„Hansi komm schnell mit nach draußen!“, ruft Bo ganz aufgeregt. „Ja, schnell!“, ruft auch Nora. „Was ist denn los?“, fragt Hansi Heldenschwein Nora und Bo, die ganz aus der Puste sind, weil sie so schnell zu ihm gelaufen sind. „Draußen sitzt ein kleiner Igel im Schnee. Er friert und hat sich verlaufen“, erklärt Nora schnell.

 

Sofort läuft Hansi Heldenschwein, so schnell wie ihn seine kleinen Beinchen tragen, mit Nora und Bo nach draußen. Da sitzt ein kleiner Igel im Schnee und zittert vor Kälte. „Ich habe mich verlaufen. Eigentlich habe ich schon lange geschlafen. Doch dann bin ich wach geworden und habe so etwas Weißes draußen vor unserem Zuhause gesehen. Ich wollte wissen was das ist und bin rausgegangen. Dann sah ich, dass es Schnee sein muss, von dem meine Mama mir erzählt hat. Ich fand es so schön und bin ein bisschen gegangen, aber dann habe ich mich verlaufen. Jetzt weiß ich nicht mehr wie ich nach Hause kommen soll,“ wimmert der kleine Igel und zittert immer noch.

 

„Bo im großen Gruppenraum ist eine Puppe, die hat einen roten Schal um. Wenn du ihn holst, muss der kleine Igel nicht mehr frieren. Wie heißt du überhaupt?“, fragt Hansi. „Igor Igel“, sagt der kleine Igel leise. Während Bo den Schal für Igor Igel holt, tröstet Hansi Heldenschwein den kleinen Igel: „Du musst keine Angst haben. Wir werden dein Zuhause wiederfinden. Dann kannst du dich wieder schlafen legen.“ „Warum schlafen legen?“ fragt Nora verwundert, „Die Nacht ist vorbei und für Mittagsschlaf ist noch keine Zeit. Es ist erst morgens.“ Da erklärt Hansi Heldenschwein, dass Igel den ganzen Winter über schlafen, weil sie Winterschlaf halten.

 

Als Bo wieder da ist, legen sie Igor Igel den roten Schal um. Jetzt muss Igor Igel nicht mehr frieren. „Nun helfen wir dir dein Zuhause zu finden Igor Igel“, sagt Hansi Heldenschwein. Der kleine Igel erinnert sich, dass in der Nähe von seinem Zuhause ein großer Baum steht. „Aber wir haben hier viele Bäume im Garten“, sagt Nora. „Dann lasst uns losgehen und den richtigen Baum suchen“, antwortet Hansi Heldenschwein. Zu viert stiefeln sie los durch den dicken Schnee. Während sie gehen, fallen viele Schneeflocken vom Himmel. Bo streckt die Zunge raus und kichert als ihm eine Flocke auf die Zunge fällt. Igor Igel macht es ihm nach und kichert auch.

 

Als erstes kommen sie beim großen Kirschbaum an. Jetzt im Winter trägt er jedoch keine Blätter und keine Kirschen. Sie schauen sich um.

„Hier ist es nicht“, sagt der kleine Igel ängstlich. „Keine Angst Igor Igel“, sagt Hansi Heldenschwein, „lasst uns weitersuchen.“ So gehen sie von Baum zu Baum. Doch keinen erkennt der kleine Igel. „Gibt es noch etwas an das du dich erinnern kannst Igor Igel?“, fragt Hansi Heldenschwein. Wieder denkt der kleine Igel nach. „Ja, in der Nähe von unserem Schlafplatz ist ein grüner Zaun.“ Nora seufzt: „Der ganze Kindergarten ist von einem grünen Zaun umgeben. Es könnte überall sein.“

 

Der kleine Igel lässt den Kopf hängen: „Ich werde nie unseren Schlafplatz finden. Meine ganze Familie schläft da. Alle meine Geschwister und Mama und Papa.“ „Nicht traurig sein Igor Igel! Wir werden deine Familie wiederfinden“, sagt Hansi Heldenschwein aufmunternd, „lasst uns den ganzen Zaun abgehen und suchen.“

 

Am Zaun angekommen, treffen sie die Kinder Mia und Robin. Mia und Robin gehen auch in den Seerosen-Kindergarten. „Wisst ihr vielleicht wo hier ein Schlafplatz für Igel ist?“, fragt Nora, „Igor Igel sucht seine Familie.“ „Oh nein“, antwortet Mia, „wir wissen nicht wo sein Schlafplatz ist, aber wir haben seine Mama getroffen. Sie sucht dich Igor.“ „Wo ist meine Mama?“, fragt Igor ganz aufgeregt. „Leider wissen wir das nicht. Aber sie ist in diese Richtung gegangen“, antwortet Robin und zeigt den vieren den Weg.

Hansi, Nora, Bo und Igor Igel gehen los und suchen Mama Igel. „Maaamaa“, ruft der kleine Igel. „Mamaa Igeel“, rufen auch Nora, Bo und Hansi. Doch weit und breit ist keine Mama Igel zu sehen.

 

Der kleine Igel ist ganz traurig und setzt sich in den weichen Schnee. „Ich habe eine Idee“, ruft Hansi Heldenschwein plötzlich, „Bo hol schnell eure Ferngläser aus dem Kindergarten.“ Bo läuft los und holt sie. Als er wieder da ist, erklärt Hansi den Plan: „Kommt wir gehen zur Schaukel. Da nehmen Nora und Bo beide ein Fernglas. Dann schaukeln sie so hoch sie können und schauen durch die Ferngläser. Bestimmt können sie dann Mama Igel im Schnee sehen.“ „Das ist eine super Idee“, freut sich Igor Igel.

 

Nora und Bo hängen sich ihre Ferngläser um den Hals. Dann setzen sie sich beide auf eine Schaukel. Hansi und Igor Igel setzen sich zusammen neben die Schaukel in den Schnee und schauen ihnen zu. Nora und Bo holen kräftig Schwung und fliegen immer höher auf ihren Schaukeln. Höher und höher schaukeln sie. Als sie weit oben sind, nehmen sie sich die Ferngläser und schauen nach Mama Igel.

 

„Seht ihr sie?“, ruft Hansi Heldenschwein. „Noch nicht“, brüllt Bo zurück. Sie schaukeln weiter und schauen über den ganzen Garten. „Da!“, ruft Nora laut, „Da! Ich sehe sie! Sie ist bei dem Sandkasten!“ „Juhuu, wir haben sie gefunden!“, freut sich Hansi Heldenschwein, „Lasst uns schnell zu ihr gehen.“ Nora und Bo springen von der Schaukel. Als sie neben Hansi und Igor Igel stehen, ist der kleine Igel ganz aufgeregt: „Schnell bevor meine Mama wieder weg ist.“

 

Sie laufen zusammen durch den dichten Schnee. Doch ganz so schnell kommen sie nicht voran. Denn der kleine Igel kann nicht so schnell durch den hohen Schnee laufen. Da nimmt Bo Igor Igel auf den Arm und sie laufen weiter. Am Sandkasten angekommen, sehen sie Mama Igel nicht. Aber Igor Igel ruft laut: „Mamaa, Maamaa!“ „Igoor!“, hören sie leise zurückrufen. Endlich haben sie Mama Igel gefunden. Mama Igel läuft auf Igor Igel zu und nimmt ihn in den Arm. „Igor endlich habe ich dich gefunden. Wo warst du bloß?“, fragt Mama Igel ganz aufgeregt.

 

Da erklärt Igor Igel seiner Mama wie er seinen ersten Schnee gesehen und wie er sich verlaufen und dann Nora und Bo getroffen hat. Und er erzählt wie sie ihm mit Hansi Heldenschwein geholfen haben seine Mama zu finden. Der kleine Igel entschuldigt sich, weil er ohne etwas zu sagen, gegangen ist. „Das ist schön, dass du so liebe Freunde gefunden hast, die dir geholfen haben“, sagt Mama Igel.

 

Nora, Bo, Hansi und Igor Igel gehen nun gemeinsam Mama Igel hinterher zu ihrem Schlafplatz. Er liegt genau am grünen Kindergartenzaun. Aber auf der anderen Seite bei Nachbar Willy. Dort liegt ein großer Haufen mit Laub und Stöckern. Oben drauf ist eine große Schicht Schnee. Igor Igel hatte recht. Bei seinem Schlafplatz sind der grüne Zaun und auch ein großer Baum. Aber der Baum steht bei Nachbar Willy im Garten. „Jetzt lass uns wieder schlafen gehen“, sagt Mama Igel. Igor Igel geht mit seiner Mama in den Laubhaufen zum Schlafen und freut sich schon jetzt Nora, Bo und Hansi im Frühling wiederzusehen.

 

 

Ein paar Minuten später liegt Hansi Heldenschwein wieder gemütlich auf seiner kunterbunten Ausruh-Schlummermatte im großen Gruppenraum. Da hält er nun nach dem anstrengenden Abenteuer ein kleines Nickerchen und träumt von Igor Igel, der nun auch wieder am Schlafen ist.

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Das Hörbuch:



Igor Igel hält nun also wieder Winterschlaf. Zusammen mit seiner Familie schläft er unter einem großen Laubhaufen. Habt ihr auch schon mal einen Igel gesehen? 

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